TOP Ö 5: Antrag der Kreisverbände von BUND und NABU vom 14.12.2012 auf Ausweisung eines Naturschutzgebiets im Lichtenmoor und Planfeststellungsverfahren zum Gewässerausbau und vertieften Torfabbau;
hier: Bericht über den Stand des Flurbereinigungsverfahrenssowie Planung des Projektes "KliMo Lichtenmoor"

Beschluss: Das Gremium nimmt Kenntnis.

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Landschaftspflege, Natur und Umwelt nimmt Kenntnis.

 


Beratungsgang:

 

Baudirektor Wehr berichtet zusammenfassend über den Stand des Flurbereinigungsverfahrens Lichtenmoor sowie die Planung des Projektes „KliMo Lichtenmoor“.

 

Als Ergebnisse aus den Arbeitskreissitzungen „Lichtenmoor“ wurden u.a. das Zielkonzept für die geplante Folgenutzung einzelner Teilräume, das wasserwirtschaftliche Gesamtkonzept zur Neuordnung der Hauptentwässerungsrichtung erarbeitet und ein entsprechender Konzeptvorschlag zur Vertiefung des Torfabbaus und der Folgenutzung mit Bilanzierung des Eingriffs sowie Vorschläge zur Erschließung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und Abgrenzung für ein künftiges Naturschutzgebiet im Lichtenmoor gemacht.

 

Zum Stand des Flurbereinigungsverfahrens Lichtenmoor berichtet er, dass im Anschluss an die Vorbereitung und Anordnung der Flurbereinigung durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL) (Beschluss vom 11.08.2017) am 05.10.2017 die Gründung der Teilnehmergemeinschaft der „Flurbereinigung Lichtenmoor“ stattfand.

Mit der Aufstellung und Fortschreibung des Wege- und Gewässerplans nach § 41 Flurbereinigungsgesetz (Karte P41, Anlage 1) werden 27 km projektierte Gewässerneubauten und Wegebau über eine Länge von 16 km veranschaulicht. Die Gesamtkosten für Flächenerwerb und Maßnahmenumsetzungen (Gewässer, Wege) betragen rd. 4,6 Mio. €, von denen 75 % aus Fördermitteln getragen werden und sich der Eigenanteil auf die SG Heemsen, SG Steimbke und den LK Nienburg verteilt.

 

Mit einer weiteren Karte (Anlage 2) stellt Baudirektor Wehr den aktuellen Stand der Vorplanungen einer touristischen Erschließung und Entwicklung des Lichtenmoores dar. Vorrangig sind hier die Samtgemeinden Heemsen und Steimbke gefragt, Teile hieraus in die Konkretisierung und Umsetzung zu bringen. Hierfür wird angestrebt, Förderprogramme zu nutzen.


Das Projekt „KliMo Lichtenmoor“ ist integraler Bestandteil der Flurbereinigung. Geplant sind weitergehende Maßnahmen des Moor- und Klimaschutzes im Kerngebiet des Lichtenmoors (künftiges Naturschutzgebiet, NSG Weißer Graben, NSG Steimbker Kuhlen, NSG Holtorfer Moor, NSG Randbereiche Lichtenmoor).
Primär sollen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen mit naturnaher Entwicklung des Hochmoors sowie eine Erhöhung der Artenvielfalt (Biodiversität) erreicht werden.

In der Übersichtskarte zum KliMo-Antrag (Anlage 3) sind die direkten Flächenmaßnahmen in 7 Teilgebiete (Wirkbereiche nach Gewässerrückbau) mit Verfüllung von Gräben, Flächeneinstau mit Vernässung und damit einhergehenden Nutzungsänderungen mit einer Gesamtfläche von rd. 1.040 ha aufgeteilt.

 

Zwischenzeitlich liegt bereits ein positiver Zuwendungsbescheid der NBank für die ersten Maßnahmen (geplantes Volumen 1,722 Mio. €) vor. 1.291.500,00 € (75%) Fördermittel werden zur Verfügung gestellt. Der Eigenanteil (430.500,00 €) werde aus Ersatzgeldern des Landkreises finanziert.

 

 

 

Die Gesamtprojektdauer wird 4 Jahre (bis 2022) dauern. Der Projektstart ist noch für 2018 geplant. Planungsleistungen wurden bereits abgefragt und stehen nun vor der zeitnahen Beauftragung. Starten werde man unter Beachtung der faunistischen und floristischen Anforderungen mit dem Gewässerrückbau in Teilgebieten, Setzen von Grundwassermessstellen und Beginn des Monitorings.


Die entsprechenden Karten zum Vortrag sind als Anlagen zum Protokoll über das Ratsinformationssystem „SessionNet“ einsehbar.


Beratungsergebnis:

 

Ohne.